Studie des Berliner Instituts für Innovationsforschung bestätigt:
HypnoBox mindert Schlafprobleme

Alles auf einen Blick

Die Studie untersuchte die Effektivität der HypnoBox-App in Bezug auf Schlafprobleme von ausgewählten Probanden. Sie umfasst insgesamt 58 Testpersonen, welche anhand einer Zufallsauswahl in eine von drei Gruppen unterteilt wurden:

(1) die Hypnosegruppe,

(2) die Placebogruppe und

(3) die Kontrollgruppe.

Ausgewertet wurden die Ergebnisse mithilfe von empirischen Daten des „Withings Sleep Analyzers“ und quantitativen Fragebögen mit qualitativen Elementen. Der Fragebogen wurde, innerhalb des Forschungsprojekt, an insgesamt drei Messzeitpunkte zum Ausfüllen an die Probanden geschickt.

Die Untersuchung hat ergeben, dass die Hypnose-Teilnehmer signifikante Verbesserungen in ihrem Alltag (T=2,128; p=0,03) erlebten. Auch in der allgemeinen Schlafqualität (T=1,702; p=0,05) und dem Schlafverhalten (T=1,385; p=0,09) wurde ein signifikant positiver Anstieg festgestellt.

Die technischen Messungen ergaben einen signifikanten Unterschied der Schlafbewertung (T=2,158; p=0,02) nach dem Treatment, verglichen mit der Placebogruppe und bestätigen so die Ergebnisse der Fragebögen.

Außerdem stieg die Dauer des erholsamen Tiefschlafes für die Hypnosegruppe signifikant verglichen mit der Placebogruppe (T = 3,163; p = 0,001) und der Kontrollgruppe (T = 1,658; p = 0,05).

Diese positiven Effekte hielten auch 4 Wochen nach der Intervention an. Die Studienbefunde zeigen die Evidenz zur Minderung von Schlafstörungen mithilfe der HypnoBox-App.

Es kann somit angenommen werden, dass der regelmäßige Einsatz der HypnoBox-App dabei hilft, Schlafstörungen zu mindern.

Positive Aussichten für die App-Nutzer!

Ziel der Studie war es, mithilfe von Fragebögen und technischer Messungen, die Wirkung der HypnoBox-App zu evaluieren. Hierbei wurde eine Verbesserung der Schlafqualität, des Schweregrads der Insomnie sowie der Befindlichkeit und Funktionalität im Alltag durch eine zweiwöchige Nutzung der App vor dem Schlafengehen erwartet. Es wurde außerdem angenommen, dass diese Verbesserungen im Vergleich zu Personen mit einer Placebobehandlung und Personen ohne Behandlung (No-Treatment) stärker ausgeprägt sind.

Im Mittelwertvergleich hat die Hypnosegruppe bessere Werte erzielen können als die anderen Gruppen.

Verbesserung des Erschöpfungsgrades

Wer die HypnoBox-App verwendet hat, kann mit einer 17-prozentigen Verbesserung des alltäglichen Erschöpfungsgrades rechnen. Damit erfuhren die App-Nutzer eine Steigerung ihrer täglichen Energie und Leistungsfähigkeit im Alltag. Zusätzlich zeigten sie mehr Unternehmungslust, weniger Müdigkeitserscheinungen und fühlten sich körperlich gesünder und aktiver als vor der Hypnose-Intervention. In der Placebogruppe und der Kontrollgruppekonnte dieser Effekt nicht beobachtet werden.

Schweregrad der Schlafstörung


Weiterhin zeigte sich bei der Hypnosegruppe ein positiver Anstieg in den Bereichen der Schlafzufriedenheit und dem Ein- und Durchschlafverhalten während der Untersuchungsphase.

Auch bei der Schlafqualität liegt die Hypnosegruppe in Führung!


Die Hypnosegruppe bewertete ihre Schlafqualität besser als alle anderen Testgruppen. So liegt sie im Verhältnis zur Kontrollgruppe mit 3,14 % besser bewerteter Schlafqualität im Vorsprung. Auch im Vergleich mit der Placebogruppe haben die Nutzer der Hypnose um 3,16 % Prozentpunkte besser abgeschnitten.

Ungeahnte Verbesserungen!

Besonders interessant ist, dass die HypnoBox Nutzer, welche Angaben keinen Hypnose-Effekt wahrzunehmen, insgesamt höhere positive Schlafbewertungen (T= 2,245; p = 0,02) hatten als der Rest der Gruppe. Somit konnte ein signifikanter Anstieg der Schlafbewertung (mit 0,796 Punkten pro Nacht) bei den 11 Probanden festgestellt werden. Der positive Effekt der HypnoBox-App ist also vorhanden, selbst wenn er nicht bewusst wahrgenommen wird.

Grund für dieses kuriose Ergebnis könnte sein, dass die Hypnose auf unbewusster Ebene während des Schlafes, seine Wirkung zeigt. Die Beweise lassen sich nur sehr schwer auf der Basis des Unterbewusstseins erklären, jedoch kann dieses Ergebnis als Indiz dessen gedeutet werden.

Tiefer schlafen durch die HypnoBox-App!


Es wurde eine signifikante Verbesserung für die Variable ‘Tiefschlafdauer’ der Hypnosegruppe gegenüber der Kontrollgruppe festgestellt.

Die Tiefschlafdauer kann bei regelmäßig guten Ergebnissen positive Auswirkungen auf viele unterschiedliche Lebensbereiche haben. Dazu können z. B. die körperliche und psychische Gesundheit zählen. Gleichzeitig erfuhr die Hypnosegruppe im Gegenzug keinen Rückgang der REM-Phase, welche ebenfalls wichtig für einen erholsamen Schlaf ist. Die Verlängerung der Tiefschlafdauer hatte somit keine negativen Konsequenzen für andere wichtige Schlafphasen.

Des weiteren verbesserte sich der Schlafbewertungs-Score (zusammengesetzt aus Schlafdauer, Schlaftiefe, REM- & Leichtschlafphasen, Einschlafdauer, Schlafunterbrechungen und Aufstehdauer) der Hypnosegruppe im Laufe der Intervention signifikant, während sich dieser in der Placebogruppe verschlechterte und in der Kontrollgruppe gleich blieb.

Zusatz

Studienzusammenfassung

Die Forschungsstudie fand im Zeitraum vom Mai 2020 bis zum Dezember 2020 statt und untersuchte die Effektivität der HypnoBox-App in Bezug auf die Schlafprobleme der ausgewählten Probanden.

Teilnahmekriterien und Studienablauf

Die Teilnehmer der Studie befanden sich im Alter von 18 bis max. 60 Jahren und litten unter einer Schlafstörung (Insomnie) laut den Kriterien des DSM-V (Diagnosticand Statistical Manual of Mental Disorders 5). Die Voraussetzung für die Teilnahme an der Studie war es ein Smartphone zu besitzen, keine Substanzen zu sich nehmen, die sich auf das Schlafverhalten auswirken könnten und (abgesehen von den Schlafstörungen) unter keiner psychischen Krankheit zu leiden, die den Schlaf beeinträchtigt.
Eine weitere Bedingung war es eine neutrale u. o. interessierte Einstellung zur Hypnose zu haben, um die Integrität und Objektivität der Studie nicht zu gefährden und die Ergebnisse nicht zu verfälschen.
Die Studienteilnehmer wurden anhand einer Zufallsauswahl in drei Untersuchungsgruppen aufgeteilt:

  1. Die Hypnosegruppe – wurde angeleitet die Schlaf-Session der HypnoBox-App vor dem Einschlafen zu hören und ihre Schlafdaten mit einem Schlafsensor, dem „WithingsSleepAnalyzers“, aufzuzeichnen.
  2. Die Placebogruppe – erhielten die Anweisung ein Märchen vor dem Einschlafen zu hören und ihre Schlafdaten mit dem „WithingsSleepAnalyzers“ zu aufzuzeichnen.
  3. Die Kontrollgruppe – zeichnete nur ihre Schlafdaten mit dem „WithingsSleepAnalyzers“ auf.

Im Abstand von 3 Messzeitpunkten wurde den Probanden der Fragebogen zur Verfügung gestellt. Hier haben die Teilnehmer Fragen zu ihrer derzeitigen Befindlichkeit und Ihrem Schlafverhalten ausgefüllt.

Nach der Hypnose-Intervention

Zudem hat sich die Einschätzung der ISI-Skala, im Vergleich zum dritten Messzeitpunkt, (Zeitpunkt T2) stark verbessert. Die App-Nutzer gaben somit an, dass sie Verbesserungen ihrer Ein- und Durchschlafprobleme, dem frühmorgendlichen Erwachen, ihrer Zufriedenheit mit dem derzeitigen Schlaf, der Beeinträchtigung der Alltagsfunktion, sowie dem Ausmaß von Stress oder Sorgen im Bezug auf ihre Schlafstörungen bei sich feststellen.

Auch die technischen Daten wiesen eine Verbesserung des Schlafes in der Hypnosegruppe auf. Hier verlängerte sich der Anteil der Tiefschlafphase bei den Teilnehmern mit Hypnose-Intervention. Außerdem verbesserte sich der Schlaf-Bewertungs-Score der Hypnosegruppe.

Innerhalb der Placebogruppe konnte lediglich teilweise eine Verbesserung des Schlafes festgestellt werden. Dass eventuelle Effekte zeitlich anhalten, konnte nicht bestätigt werden. Die Kontrollgruppe blieb über die Zeitpunkte hinweg gleich in ihren Ausprägungen. Signifikante Veränderungen konnten in keiner der Schlafbewertungsskalen gefunden werden.

Limitationen

Die Studie weist zwei grundsätzliche Limitationen auf.

Zum einen setzt sich der Fragebogen zur Beantwortung der Forschungsfrage aus einer Kombination von drei validierten Fragebögen zusammen, weshalb aufgrund der Länge dieser Fragebögen nicht alle dazugehörigen Items berücksichtigt werden konnten.

Zum anderen wies das technische Messinstrument vereinzelt Ungenauigkeiten auf, weshalb fehlerhafte Werte mit Mittelwerten ersetzt wurden, damit die Integrität der Daten erhalten bleiben konnte.

Das Schlusswort!

Es zeigte sich, dass die Hypnose prinzipiell für den Einsatz bei Schlafstörungen verwendet werden kann. Die größten Effekte konnten in den Angaben des Alltagsbefindens im Sinne des Erschöpfungsgrades festgestellt werden.

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